Uferschutz und ökologische Potenziale von Lenkbuhnen an der Alb

  • Ansprechperson:

    M.Sc. Andreas Müller

  • Projektbeteiligte:

    Tiefbauamt Karlsruhe, KG4 - Gewässer

  • Starttermin:

    01.07.2018

  • Endtermin:

    31.10.2020

Projekthintergrund:

An der Alb im Bereich des Lutherisch Wäldele im Karlsruher Stadtteil Mühlburg ist die bestehende Ufersicherung in einigen Abschnitten beschädigt und daher zu überprüfen. Die durch die angrenzende Bebauung beengte Lage im Karlsruher Rheinhafengebiet und die Sicherstellung des Hochwasser- und Uferschutzes lassen eine Entfernung der Verbauung und daran anschließend eine eigendynamische Umgestaltung des Gewässers nicht zu. Um trotzdem die Zielerreichung des guten ökologischen Zustands gemäß EU-WRRL voranzutreiben sind alternative Maßnahmen zur Ufersicherung zu betrachten.

Zielsetzung:

Angestrebt wird die Wiederherstellung des Uferschutzes bei gleichzeitiger Verbesserung der Gewässerstruktur innerhalb eines ca. 1,3 km langen Abschnitts der Alb zwischen Daxlander Straße und dem Heizkraftwerk West in Karlsruhe-Mühlburg im Rahmen der Unterhaltung. Die bestehende Ufersicherung auf Höhe des Lutherisch Wäldele soll eingebaut bleiben. Die umzusetzenden Maßnahmen sollen vor allem dem Schutz des linken steilen Ufers, das entlang der Südlichen Uferstraße verläuft, Rechnung tragen.

Um diese beiden Ziele zu erreichen, wird an diesem Abschnitt der Bau von Lenkbuhnen zum Uferschutz geplant und wissenschaftlich begleitet. Hierbei handelt es sich um bereits bei Niedrigwasser überströmte flache Einbauten innerhalb der benetzten Gewässersohle. Durch die Lenkbuhnen wird eine Sekundärströmung induziert, die zur Verlagerung des Stromstrichs und des Talwegs in Richtung Gewässermitte führt und so die Ufer bei Hochwasser entlastet. Durch die Diversifizierung der Strömung wird auch eine Gewässerstrukturierung hervorgerufen, die im Rahmen dieses Projekts untersucht werden soll.

Nach den Voruntersuchungen fand die Umsetzung der Maßnahmen im Dezember 2018 statt. Daran anschließend erfolgt ein zweijähriges Monitoring des Projektgebiets mit Schwerpunkt auf den morphologischen Veränderungen der Gewässersohle und der Ufer.